Die Strompreislüge

1. Kosten für die privaten Haushalte steigen

Richtig. Nur wurde als Grund ein Sündenbock gesucht und gefunden – die Erneuerbaren Energien. Die tatsächlichen Fördermittel hingegen sind grundsätzlich sehr gut investiert. So können wir mit der Durchführung der Energiewende bereits in 10-15 Jahren Strom zu 20 % geringeren Preisen erzeugen, bis 2050 sogar mehr als 40% Einsparungen erzielen, da z.B. keine wertvollen Brennstoffe mehr eingekauft werden müssen – Wind kostet nichts.

Den Grundgedanken der Energiewende dürfen wir auch nicht aus den Augen verlieren – wir wollen unseren Kindern und Enkeln einen sauberen und wertvollen Lebensraum überlassen!

2. Subventionen fließen in nicht ausgereifte Technologien der Windkraft

Windkraft bringt auf Grund der Logistik tausende neue Arbeitsplätze nach Deutschland und erwirtschaftet 46,5 Terrawatt Stromleistung in 2011. Die gesamtgesellschaftlichen Kosten der Windkraft ergeben kumuliert 8,1 Cent/kWh.

Zum Vergleich erwirtschaften Photovoltaik-Anlagen gerade mal 18,5 Terrawatt (2011), kosten in gesamtgesellschaftlicher Betrachtung 37,7 Cent/kWh und verdrängen Arbeitsplätze nach Asien auf Grund der Niedriglohnsituation. Das alles wird „belohnt“ mit rund 56% Anteil an der EEG-Umlage. Windkraft erhält lediglich Anteile in Höhe von 14,6%.

Die Wertigkeiten innerhalb der Förderungsmaßnahme sind völlig deplatziert

3. EEG-Umlage dient zur Förderung der Erneuerbaren Energien
Grundsätzlich ja, nur haben wir hier ein Paradoxon. Strom aus Erneuerbaren Energien wird meist deutlich günstiger am Strommarkt gehandelt und folglich von Energieversorgern günstig eingekauft. Diese Marge wird allerdings nicht an den Kunden weitergegeben oder zur Förderung neuer Investitionen für sauberen Strom investiert, sondern lediglich als Gewinn deklariert.
Der Kunde investiert in Erneuerbare Energien und zahlt auch noch höhere Umlagen, die von den Energieversorgern gefordert werden, profitiert jedoch in keinster Weise an Gewinnen. RWE und E.ON erwirtschaften 2012 voraussichtlich einen Gewinn von mehr als 19 Mrd. Euro – dennoch steigt die EEG Umlage.

4. Förderungen für die Erneuerbaren Energien sind zu hoch

Wir haben einen realen Förderungsanstieg für die Erneuerbaren Energien von 2,1 auf 2,3 Cent/kWh. Der Bundesverband Windenergie zeigt in der aktuellen Studie auf, dass zwischen 1970 und 2012 die Förderungen einzelner Energieträger im Bereich Nuklear fast viermal so hoch waren, als für sauberen Strom. Innerhalb der Gesamtbetrachtung muss auch der reelle Anteil für die Industrie der Erneuerbaren Energie betrachten werden – dieser beträgt gerade 13,7% an der EEG-Umlage. Der Rest fließt z.B. den Netzbetreibern und vor allem dem Fiskus zu.

5. Bei zu viel Wind muss Strom teuer „entsorgt“ werden

Ein Windüberangebot führt bei einer Windgeschwindigkeit über 12 m/s nicht zu einer Mehrproduktion von Strom. Ab 12 m/s erreichen moderne Anlagen ihre Nennleistung, was gleichzeitig auch ihre maximale Leistung darstellt. Darüber hinaus wird das Windüberangebot in der Nordsee praktisch verschenkt, da die Rotorblätter „pitchen“. Das bedeutet, den Anstellwinkel zum Wind so zu verkleinern, dass die Angriffsfläche geringer ist und so die Leistung begrenzt. Das Windüberangebot wird also nicht eingespeist, sondern verpufft zu Lasten des Betreibers in der Nordsee.
Fazit: Sturm führt nicht zu Stromüberangebot.

6. Fehlende Netzanschlüsse für Offshore-Strom fehlen / Netzausbau erforderlich

Dies gilt nur für Marktteilnehmer, die sich nicht rechtzeitig um Netzanschlüsse bemüht haben.
 Bereits im Jahr 2004 hat die Windreich GmbH 880 Grundstücke bis zum großen Europäischen Knoten bei der Stadt Diele gesichert. Hier speisen ca. 20 konventionelle Kraftwerke (Kohle, Gas, Atom) ein und versorgen das gesamte Ruhrgebiet. Um diese zu ersetzen werden ca. 20 Offshore-Windparks erforderlich. Nach den bekannten Hochlaufkurven benötigen wir also vor dem Jahr (geschätzt) 2022 keinesfalls Stromautobahnen von Nord nach Süd. Die TenneT hat 5,5 Mrd. Euro investiert, ca. 15 Parks verfügen bereits über Netzanschlüsse. (Im Übrigen wurde zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) beschlossen, dass nicht vorhandene Netzanschlüsse nicht zu Ausfällen beim Windparkbetreiber führen.) Damit ist das Problem Netzanschluss gelöst.

Die Netze an Land sind auszubauen und das ohne den Hintergrund der Erneuerbaren Energien. Viel zu lange haben die Stromanbieter mit dem Ausbau gezögert und präsentieren ihn nun als Kostentreiber der Energiewende. Bei einer ganzheitlichen Betrachtung entlasten dezentrale Stromerzeuger sogar die Netze. Wo früher zentrale Kraftwerke hohe Strommengen eingespeist und transportieren mussten, sitzen die Stromquellen jetzt näher am Verbraucher. Das bedeutet eine bessere Nutzung der Netze und weniger Transportverluste.

7. Keine Grundlastfähigkeit

Der Testwindpark Alpha Ventus hatte im windschwachen Jahr 2011 an 362 Tagen Strom produziert. Die garantierte Verfügbarkeit der 5 MW AREVA-Anlagen liegt bei 96,2%. Die tatsächliche Verfügbarkeit von Alpha Ventus hat sich bei 98% stabilisiert. Zum Vergleich: Die Verfügbarkeit eines Atomkraftwerks liegt durch Wartungsarbeiten, Ausfälle etc. bei 85%. Bei Offshore-Windenergie wird es, wie schon heute, letztendlich ein Strommix sein. Eine Überlastung der vorhandenen Netze ist ebenfalls auszuschließen, da jede neue Anlage eine Abschaltautomatik integriert hat. Wenn der Strombedarf gesättigt ist, werden Anlagen vom Netz genommen oder gedrosselt – genauso wie es seit Jahrzehnten mit konventionellen Kraftwerken geschieht.

8. Arbeitsplätze werden vernichtet (Entlassungen großer Energieversorger)

Die Windkraftindustrie hat schon in der Vergangenheit, wenn man die Zuliefererkette betrachtet, mehrere Hunderttausend Arbeitsplätze geschaffen. Gerade die Offshore-Industrie schafft Arbeitsplätze in strukturschwachen Gegenden. Eine Entwicklung wie in der Photovoltaik-Branche, dass Arbeitsplätze nach China verlagert werden, ist aufgrund der Größe und Gewichte nicht realisierbar, da logistisch und technisch entweder gar nicht möglich, oder zumindest unwirtschaftlich.Zum Vergleich: Ein einziges Offshore-Projekt mit 400 MW sichert und schafft ca. 30.000 Arbeitsplätze.

9. Zerstört die Umwelt und das Landschaftsbild

Für eine Baugenehmigung sind ausführliche Baugrunduntersuchungen und Genehmigungsverfahren einzuhalten. Es sind bis zu 25 Behörden und Fachleute zu berücksichtigen. Das Genehmigungsverfahren zieht sich über 6-8 Jahre, in denen das gesamte Umfeld beobachtet wird. Für den Aufbau selbst werden bereits im Vorfeld die Wale “vergrämt”. Zusätzlich wird beim Aufbau mit einem Blasenschleier gearbeitet, so dass der Lärm die Tiere nicht beeinträchtigt. Die Windparks stehen zwischen 30 und 100 Kilometern von der Küste entfernt. Durch die Erdkrümmung sind die Windkraftanlagen von der Küste aus nicht sichtbar.

10. CO2-Ausstoß durch Produktion und Aufbau von Windkraftanlagen

Bei der Produktion von Windkraftanlagen inklusive der Herstellung von Draht und Kupfer und dem Transport vom Fertigungsort bis zur Baustelle wird CO2 emittiert. Eine Offshore-Anlage hat die CO2-Emmissionsmenge, die bis zur kompletten Errichtung ausgestoßen wurde nach sechs Monaten wieder kompensiert. Bei Onshore-Windkraftanlagen dauert dieser Vorgang sogar nur vier Monate.


Kernthema „Saubere Energie“
Beispiel: Anlage der 5 MW Offshore-Klasse

  • Eine Anlage deckt den Strombedarf von 15.000 Menschen. Global Tech I ist ein Windpark mit 80 Anlagen und beliefert somit mehr als eine Millionen Menschen mit sauberem Strom.
  • 5 MW ersetzen ca. 63 kg Atommüll! Global Tech I spart somit für 5.000 Tonnen die Endlagersuche und Verseuchungsgefahr
  • Der Treibhauseffekt wird durch die Vermeidung von knapp 19.000 Tonnen einer Anlage (vgl. Global Tech I – 1,5 Millionen Tonnen) reduziert. In Kombination des Windstroms mit Elektroautos natürlich um ein Vielfaches.

Diese Werte beziehen sich lediglich auf einen Windpark. Bis 2030 werden 40 Offshore-Windparks alleine in der Nordsee ans Netz gehen.

Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien
Offshore-Wind als treibende Kraft



Interessanter Filmbeitrag – Die Wahrheit über die Energiewende
Wie die Stromriesen die Energiewende sabotieren

Ein Beitrag von: Katarina Schickling, Stand: 14.06.2012