Klimawandel

Ursache der Flutkatastrophe liegt im Ruhrgebiet – die Lösung in der Nordsee

In den letzten Wochen wird im Zusammenhang mit der Energiewende verstärkt über Pro und Kontra von Onshore- und Offshore-Windenergie und den Preis für die Energiewende diskutiert. Der klare Zusammenhang der 20 Milliarden Euro teuren Flutkatastrophe mit der Kohle-Feinstaubemission wird leider überhaupt nicht erkannt.

Der klare Zusammenhang zwischen der zweiten Jahrhundert-Flutkatastrophe innerhalb von 10 Jahren (!) und der Kohle-Feinstaubemission wird leider überhaupt nicht erkannt. Die Ursache der 20 Milliarden Euro teuren Flutkatastrophe liegt im Ruhrgebiet: durch die extrem hohe Kohlestrom-Erzeugung und die dadurch produzierten Kondensationskerne (den sog. Aerosolen), welche das Abregnen von Wolken hunderte von Kilometern entfernt regional konzentrieren, um den Faktor 3 verstärken, und so zu sintflutartigen Niederschlägen führen. Im Anhang finden Sie entsprechende Informationen über Aerosole sowie die eindeutige Wetterkarte vom 1.6.2013, aus der man aufgrund der Windrichtung von ca. 300° klar auf das Ruhrgebiet als Quelle von Aerosolen im fraglichen Zeitraum schließen muss. Wird die Lobbyarbeit interessierter Kreise auch diese offensichtlichen, eindeutigen und katastrophalen Auswirkungen verschleiern können?

Statt sich klar und mit realistischen, arbeitsplatzfördernden Maßnahmen für die tragende Säule der Energiewende, die Offshore-Windenergie zu positionieren, zeichnet sich eine Fehlentwicklung ab.

Die überproportionale Förderung von Photovoltaik in Deutschland führte zu hohen Kosten.

Als bitterer Beigeschmack bleiben für den Endverbraucher die hohen EEG-Umlagen.

Im Klartext: Mittlerweile werden die hohen Kosten aber der Offshore-Windenergie angelastet, obwohl diese bisher im Gegensatz zu den weit weniger effizienten regenerativen Energieträgern, insbesondere Photovoltaik, nicht nennenswert eingespeist hat.

Hierzu verweise ich auf das Streitgespräch zwischen Ronny Meyer und Holger Krawinkel (hier zu lesen »), aus dem sich klar ergibt, dass die Kilowattstunde grundlastfähigen Offshore-Stroms lediglich ca. 10 ct. kostet, während Photovoltaik in der Spitze mit 54 ct. vergütet wurde.

Eine Falschinformation reiht sich an die Andere.

Leider werden diese Fakten auch von den Medien nicht kritisch beleuchtet.

Die Verantwortlichen können oder wollen nicht erkennen, dass die Konstanz der Energieerzeugung die Schlüsselrolle spielt und die Grundlage für den Preis der Energie darstellt, da in diesem Fall nicht gespeichert werden muss. Denn speichern ist teuer und nicht effizient. Konventionelle Speicher (wie Pumpenspeicherwerke) haben lediglich einen Wirkungsgrad von gut 50 %, Speicher mit wesentlich höherem Wirkungsgrad (wie Lithium-Ionen-Batterien) sind unwirtschaftlich.

Stattdessen werden Äpfel mit Birnen verglichen, zufällige Stromproduktion mit Grundlastfähigkeit – also Onshore- mit Offshore-Windenergie. Photovoltaik verdient in Zusammenhang mit Grundlastfähigkeit nicht einmal eine Erwähnung.

Man hat bei Photovoltaik viel zu spät bemerkt, dass die Sonne nachts nie scheint, tagsüber nicht immer und im verbrauchsintensiven Winter besonders selten! (Grundlastfähigkeit »)

Es soll verschleiert werden, dass weder ein Kohlekraftwerk noch ein Atomkraftwerk jemals grundlastfähig war, da jeder Störfall und jede Wartungsarbeit sofort zu einer Abschaltung und somit schlagartig zu einem Ausfall von ca. 1000 MW (Energie für zweieinhalb Millionen Menschen!) führt. Solche schmutzigen und gefährlichen Kraftwerke erreichen auch nicht mehr Vollaststunden als moderne, leistungsfähige Offshore-Windparks in der Nordsee!

Der Ausfall eines Windrads in einem Offshore-Windpark, welcher aus 80 Anlagen besteht, hat keine nennenswerten Auswirkungen innerhalb der Gesamtproduktion zur Folge.

Nur die Offshore-Windenergie – die unangefochtene Königin der regenerativen Energieerzeugung – löst alle aufgeführten Probleme konsequent und effizient.

Sie vermeidet die Verschandelung des Landschaftsbildes, welches ein Grund für fehlende Akzeptanz von Onshore-Windenergie bei der Bevölkerung ist, und die inhomogene, nicht mit dem Lastgang korrelierende Erzeugung bei Photovoltaik und Onshore-Windkraft. Auch der weltweite Preisanstieg von Nahrungsmitteln, welcher aus der übermäßigen Flächenbelegung für die Stromerzeugung aus Biomasse resultiert, wird durch die Offshore-Windkraft vermieden – und genau in diesem Marktsegment konnte die Windreich GmbH in schwierigem Umfeld ihre Führungsrolle behaupten.

Warum diese einfachen Tatsachen nicht verstanden werden, ist mir als Ingenieur unbegreiflich; erklären kann ich mir dies nur durch die exzellente Lobbyarbeit von interessierten Kreisen, die die Energiewende noch nie haben wollten und der Bevölkerung sowie der Politik weiter suggerieren wollen, dass Kohle- und Atomstrom billig wären, sauber und sicher erzeugt würden, und auch nie Leitungen erfordert hätten.

Meinen aktualisierten Vortrag über die Bedeutung der Offshore-Windenergie als Key Note Speaker auf der Husum Windenergy 2012 finden sie hier » .

Ihr

Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Willi Balz
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